OFAC-Lizenzanwalt
Spezialisierte Anwälte für OFAC-Lizenzanträge — Generallizenzen, spezifische Lizenzen, alle Sanktionsregime. Kostenlose Erstberatung.
Wann ist eine OFAC-Lizenz notwendig?
Eine OFAC-Lizenz ist erforderlich, wenn eine Transaktion oder Geschäftsaktivität unter ein US-Sanktionsregime fällt und ohne behördliche Genehmigung verboten wäre. Typische Anwendungsfälle sind humanitäre Hilfslieferungen, Erbschaftsangelegenheiten mit sanktionierten Ländern, Handelsverträge mit eingeschränkten Parteien sowie die Rückführung von Vermögenswerten aus Sanktionsgebieten.
Arten von OFAC-Lizenzen
Generallizenzen (General Licenses)
Generallizenzen gelten automatisch für bestimmte Kategorien von Transaktionen, ohne dass ein individueller Antrag erforderlich ist. Sie sind im OFAC-Sanktionsprogramm verankert und decken z.B. humanitäre Hilfe, persönliche Überweisungen oder bestimmte diplomatische Aktivitäten ab.
Spezifische Lizenzen (Specific Licenses)
Spezifische Lizenzen müssen individuell bei OFAC beantragt werden. Der Antrag erfordert detaillierte Begründungen, umfangreiche Dokumentation und präzise Beschreibung der geplanten Transaktion. Die Bearbeitungszeit beträgt in der Regel 4–12 Monate.
Antragsverfahren Schritt für Schritt
- Prüfung, ob eine Generallizenz bereits anwendbar ist
- Vorbereitung des Lizenzantrags mit vollständiger Dokumentation
- Einreichung über das OFAC Licensing Portal oder per Post
- Kommunikation mit dem zuständigen OFAC-Sachbearbeiter
- Ggf. Nachreichung zusätzlicher Unterlagen auf Anfrage
- Erhalt der Lizenzentscheidung und Umsetzung der Auflagen
Lizenzen nach Sanktionsregime
| Sanktionsregime | Lizenzart | Bearbeitungszeit | Genehmigungswahrscheinlichkeit |
|---|---|---|---|
| Iran | Spezifisch (humanitär) | 6–12 Monate | Mittel (humanitäre Fälle bevorzugt) |
| Kuba | General + Spezifisch | 3–8 Monate | Hoch (viele Kategorien abgedeckt) |
| Russland | Spezifisch | 6–12 Monate | Niedrig bis Mittel |
| Venezuela | Spezifisch | 4–10 Monate | Mittel |
| DPRK | Spezifisch (humanitär) | 8–12 Monate | Niedrig (strenge Auflagen) |
Was tun bei Ablehnung?
Eine abgelehnte Lizenz ist nicht das Ende. Es bestehen folgende Optionen: Widerspruch mit neuen Beweismitteln, Restrukturierung der Transaktion zur Vermeidung des Sanktionstatbestands, gerichtliche Überprüfung der OFAC-Entscheidung oder Beantragung einer alternativen Lizenz unter einem anderen Rechtsrahmen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist eine OFAC-Lizenz?
Eine OFAC-Lizenz ist eine behördliche Genehmigung des US Treasury Department, die es erlaubt, Transaktionen durchzuführen, die sonst durch US-Sanktionen verboten wären. Ohne eine solche Lizenz können selbst gut gemeinte Geschäfte erhebliche Strafen nach sich ziehen.
Was ist der Unterschied zwischen Generallizenzen und spezifischen Lizenzen?
Generallizenzen gelten automatisch für bestimmte, in den Sanktionsvorschriften definierte Transaktionskategorien — kein Antrag erforderlich. Spezifische Lizenzen hingegen müssen individuell bei OFAC beantragt werden und erfordern detaillierte Begründungen und umfangreiche Dokumentation.
Wie lange dauert der Lizenzantrag?
Die Bearbeitungszeit für spezifische Lizenzen beträgt je nach Sanktionsregime und Komplexität des Falls zwischen 4 und 12 Monate. In dringenden humanitären Fällen kann eine beschleunigte Bearbeitung beantragt werden.
Was passiert, wenn die Lizenz abgelehnt wird?
Bei einer Ablehnung gibt es mehrere Optionen: Widerspruch gegen die Entscheidung mit zusätzlichen Beweismitteln, Restrukturierung der Transaktion, gerichtliche Überprüfung oder Beantragung einer alternativen Lizenz. Wir analysieren die Ablehnungsgründe und entwickeln die beste Strategie.
Können EU-Unternehmen OFAC-Lizenzen beantragen?
Ja. Obwohl OFAC eine US-Behörde ist, sind EU-Unternehmen antragsberechtigt, wenn sie US-Dollar-Transaktionen durchführen, US-Banken oder US-Korrespondenzbanken nutzen oder anderweitig einen US-Nexus haben. Wir vertreten regelmäßig europäische Unternehmen vor OFAC.